Was Köln und Venedig gemeinsam haben

Was haben denn nun Köln und Venedig gemeinsam??

Wasser!

Das Unwetter in Köln von letzter Woche hat nicht nur mich auf Trab gehalten. Gejammert werden darf im Kollektiv. Wenn Wasser überall da ist wo es einfach nicht hingehört, in Wohnungen, U-Bahnschächten, Kellern, Straßen.

Ganz anders ist es in Städten wie Venedig …
Dort ist man damit vertraut, dass einem das Wasser schon mal bis zum Hals steht. Aber dort weiß man es auch besser und hat keine Souterrain Wohnungen, Keller oder U-Bahnen. Sondern alles ist auf Stelzen gebaut.

Letzten Herbst, als wir mit unseren Fahrrädern von München her kommend in Venedig eingetroffen sind, erlebten wir die Lagunenstadt in strömendem Regen. Schnell wurden für die Besucher Stege aus Holz in der ganzen Stadt ausgelegt und in den Geschäften boomte der Verkauf von Regenschirmen, Gummistiefeln und Regengamaschen, die weggegangen sind wie warme Semmel.

Regen, nichts als Regen

Das Stadtbild, geprägt von bunten Regenschirmen und Plastikcapes, hatte etwas für sich. Eine Touristin wollte unbedingt wissen, woher ich denn meine Gummistiefel in Chelsea Look hätte. Was, für nur 20 EURO? Es war mir leider fast nicht möglich ihr den Weg zu dem Laden durch das Labyrinth der verschiedenen und doch aller gleich aussehenden Gässchen zu beschreiben. Doch ich gab mir alle Mühe.

Köln und Venedig
Basilica di San Marco
Guggenheim Museum Venedig
Hund vor dem Palazzo

Wie viele andere Touristen auch sind wir in den Palazzo Venier dei Leoni und haben die Zeit damit verbracht uns die Collezione Peggy Guggenheim anzuschauen. Sollte doch um uns herum Venedig im Wasser versinken. Drinnen war es trocken und warm.

Fotografiert wurde an dem Tag vor allem von drinnen nach draußen und am Ende des Tages nahmen wir uns wieder einen der Regenschirme mit, der tropfend unter hunderten anderer Schirme vor dem Palazzo aufgereiht dastand und ebenfalls nicht wußte wer zu wem gehört.

Gewohnt, gelebt und geschlafen wurde im Vorort Mestre, wo es richtig italienisch zugeht. Weil sich alle Touristen im Zentrum von Venedig tummeln. Mit dem Zug erreicht man Venedig von hier aus in nur knapp einer halbe Stunde, je nachdem wo man wohnt geht es auch schneller.
Wir mischten uns unter die Einheimischen und ließen uns kulinarisch verwöhnen.

Kulinarische Spezialität ist in Venetien vor allem Stockfisch in allen Variationen, z. B. Baccala mantecato, Stockfischmus das auf geröstetem Brot gegessen wird. Meistens haben wir uns eine bunte Platte bestellt, um von allem zu probieren. Köstlich!

Kneipe in Mestre
Unsere Stammkneipe in Mestre

So hatten wir denn auch keine Lust mehr auf Venedig und haben viel lieber mit den Fahrrädern jeden Winkel in und um Mestre erkundet. Die Stadt tickt auf ihre eigene Weise, langsamer und gemütlicher als Venedig und das genau war es, wonach wir uns nach der langen Radtour sehnten.

Bald kam auch schon die Sonne wieder raus und lockte in den schönen Parco San Giuliano mit Blick über die Lagune. Der Park bietet neben endlos langen Wander- und Radwegen auch eine Strecke für Inlineskater. Am besten packt man schon morgens den Picknickkorb und lässt einen Tag dort die Seele baumeln. Ich habe gleich mein Moleskin ausgepackt und von der anderen Seite aus eine Skizze von Venedig gezeichnet. Als Musenkuss und Abschied von der letzten Etappe unserer Alpenüberquerung mit dem Fahrrad.

Freizeitpark San Giuliano
Freizeitpark San Giuliano

Zurück nach Köln

Das war jetzt ein kleiner Rückblick auf Venedig, die Stadt auf Stelzen im Wasser. Köln befand sich vor einer Woche in einem Ausnahmezustand. Durch  starke Unwetter mit anhaltendem Regen und der Nähe zum Rhein war die Stadt ebenfalls im Wasser. Dort muss man sich jetzt erholen. Von all den Strapazen, den Aufräumarbeiten, den Saubermachaktionen. Gut dass jetzt Wochenende ist und wir es uns gemütlich machen können. Wie wäre es zum Beispiel damit.

Bücher lesen

Die Katze des Rabbiners
Die Katze des Rabbiners // Le Chat du Rabbin

Was wäre ein Wochenende ohne Bücher. Noch dazu ein kühles und graues Wochenende. Wer eine kleine Aufmunterung sucht wird sich über Die Katze des Rabbiners freuen. Weil es so lieb geschrieben ist und einfach nur gut tut. Eine kleine Katze, die ganz furchtbar in die Tochter des Rabbiners verliebt ist und sie fast nicht aus den Augen lässt.

Nebenbei wird in diesem Comic auch die jüdische Lebensweise auf sehr amüsante Art beschrieben {thanks to Yuval}

In the Café of lost Youth – Patrick Modiano
Sofies Welt – Jostein Gaarder

Film anschauen

Einer der besten Filme in den, sagen wir letzten 12 Monaten:
Toni Erdmann – Zeit ihn wieder anzuschauen.

Eine wundervolle Geschichte über eine Vater-Tochter-Beziehung. Über eine  Businessfrau, die mit beiden Füßen voll im Leben steht, die sich nicht unterkriegen lässt. Und auch nicht so leicht aus der Fassung zu bringen ist. Nein?

Sehr gefühlvoll, der Film hinterlässt Spuren und man vergisst ihn nicht so schnell wieder. Bringt einen auf den Boden, öffnet die Augen und zeigt das Leben wie es ist.

In Lieblingsblogs stöbern

Vegan & Fair Fashion Guide

Eis ohne Eismaschine: Sahne-Kirsch-Eis mit Baiser

http://www.kunstkinder-mag.de/2017/07/kluntje-crowdfunding.html

Aus der Not geboren. Benu Berlin

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende! Silke

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